a. ich kann einfach keine scheiß Fotos im Vintage-Look mehr sehen und
b. ja, ich kann (auch) behaupten, auf dem richtigen Weg zu sein
aka spazialist
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k i r s t e n b e c k e n p h o t o g r a p h ya. ich kann einfach keine scheiß Fotos im Vintage-Look mehr sehen und
b. ja, ich kann (auch) behaupten, auf dem richtigen Weg zu sein
Hä, was soll die Scheiße?
Hast du keinen Bock auf melodramatisches Seelenleid Ausschütten, hör’ sofort auf diesen Eintrag zu lesen! Lust auf ein paar Einblicke in mein Inneres – meine ganz persönliche Seite – dann les’ bitte weiter!
Eigentlich ist es schon bedenklich genug, dass ich gerade ein einziges Lied auf Repeat1 höre. Bei weitem beunruhigender ist wohl die Tatsache, dass ich den ganzen Weg von Wiesbaden nach Mainz mir den Kopf zerbrochen habe, worauf ich mich denn überhaupt (noch) freuen soll, was meine Perspektiven sind, und vor allem ob meine Profession die richtige ist. Ich lebe nur noch von Tag zu Tag, unterscheide eigentlich nicht mehr zwischen Arbeitstagen und Wochenende. Verschwimmt doch eh alles in einer milchigen Suppe aus Unlust. Klar, meine neue Wohnung ist echt spitze, die Arbeit läuft gut und mein Diplom wird sicherlich auch eine feine Geschichte. Soll ich wieder fotografieren oder müsste ich nicht schon längst ein Café eröffnet haben?
Frauen!
Hängt mein Herz vielleicht immer noch an der ‘falschen’ Person? Flirten kann ich ja. Und soweit ich das beurteilen vermag, sicherlich nicht schlecht. Kommt dann, wie zum Beispiel heute in diesem schäbigen Club, ein Gespräch zustande fasle ich zusammenhangloses Gewäsch, das wohl niemanden reizen sollte, die Kommunikation fortzuführen. Derweil weiß jeder, der mich ein wenig besser kennt, dass ich – den richtigen Moment vorausgesetzt – wahrhaftig ein interessanter Gesprächspartner bin, der immer wieder mit unerwarteter Tiefe überrascht. Manchmal wiederum würde ich mich selbst nicht ernst nehmen wollen.
Bin ich eher Erdmännchen oder Affe? Kann ich vielleicht mal ein cooles Tier darstellen? Zum Beispiel so etwas, wie ein Löwe! Rooooooaaaaaar! Vorausgesetzt Tiere könnten Sprechen, Aslan aus Narnia hat einfach die fantastische Stimme, die ein Löwe überhaupt haben kann. O.k., ich geb’ ja zu, ich steh’ manchmal total auf Kitsch und Pathos. Erschreckend: Seite neustem höre ich auch gerne Aufnahmen von Meeresrauschen 60 Minuten am Stück – wahrscheinlich werde ich alt. Ein weiteres Indiz hierfür wäre wohl die Tatsache, dass ich es geschafft habe in meiner eher spärlich eingerichteten 2-Zimmer Wohnung (ca. 40m²) einen 400 Seiten Roman zu verschlampen.
Inzwischen muss ich ja selbst schon grinsen. Ja, mir geht’s wieder besser! Vor einigen Minuten fühlte ich mich noch wie ein Teenager an seinen schwärzesten Tagen des Selbstzweifels. Jetzt freue ich mich immerhin auf morgen. Warum, weiß ich zwar selbst noch nicht, aber das wird sich bestimmt noch ergeben.
Jetzt steht noch die Frage offen, warum ich zur Zeit nur Frauen kennen lerne, die ich zwar sehr schätze, aber die mein Leben unnötig kompliziert gestalten. Ich möchte mich doch auch nur einmal anlehnen können und das Gefühl genießen, ich wäre “daheim”. Versprochen: Ich gebe das Selbe zurück – mindestens!
Und wer meint, dieser von Emotionen nicht ganz freie Ausbruch gehöre nicht hier her, kann mich mal…
Und bitte kein Trost oder Mitleid. Davon kann ich mir auch nichts kaufen! Vielleicht will ich nur ernsthafte Gesprächspartner?
> Gute Nacht!